Herzliche Einladung zur Mitgestaltung der städtischen Wohnraumstrategie


Zukunftskonferenz vom 17. Januar 2015, 09.00 -16.00

Bild Zukunftskonferenz 2015

Blick in die Vergangenheit
Wer erinnert sich noch an die «Zukunfts-werkstatt Breite»?
Vor 10 Jahren fand eine Zusammenkunft von engagierten und motivierten Quartierbewohnern statt. Sie äusserten erhebliche Bedenken wegen der zunehmenden Flut von Anlässen, verbunden mit dem entsprechenden Verkehrsaufkommen.

In der Folge entwickelte eine Gruppe Quartierbewohner mit dem Namen «Standpunkt Breite» zusammen mit dem QV-Vorstand einen Vorschlag an den Stadtrat, wie die nachhaltige Entwicklung der Wohn- und Lebensqualität im Quartier basisdemokratisch ausgelotet werden könnte: in einer Zukunftswerkstatt. Nach intensiven Diskussionen in vier themenorientierten Arbeitskreisen stellten die rund 60 teilnehmenden Quartierbewohner dem Stadtrat mehrheitsfähige, kreative Lösungen zur Quartierentwicklung zur Verfügung: Die Vision, das grüne Kapital auf der Breite, das der ganzen Stadtbevölkerung gehört, so weit wie möglich für öffentliche Bedürfnisse wie Schulen und Sportanlagen zu nutzen, war letztlich der Konsens der Zukunftswerkstatt. 

Offenbar war der Stadtrat mit den Vorschlägen nur kurz zufrieden und setzte bald darauf seine Hoffnung auf das Projekt PASS (Potenzial Aktivierung Stadt Schaffhausen), das mittels Verkauf von öffentlichen Grünflächen Geld in die Stadtkasse spülen sollte. Inzwischen hat sich die Baulust der Stadtbehörden unter dem Druck von demokratischen Entscheidungen (z.B. Hohbergabstimmung) und dem Widerstand der Bevölkerung (z.B. Urwerf und Wagenareal) etwas gemässigt. Die Zielrichtung heisst neu qualitatives und nicht mehr quantitatives Wachstum. Die Wohnraumstrategie soll weniger top down vom Stadtrat gesteuert werden sondern mehr partizipativ unter Einbezug der Bevölkerung. 

Mitwirkung ist Ihre grosse Chance
Mit dem neuen Projekt „Zukunft Stadtleben“ beabsichtigt der Stadtrat neuen Schwung in die Wohnraumentwicklung zu bringen. Er lädt die Bevölkerung ein, bei der weiteren Entwicklung der Wohnbaustrategie partizipativ mitzuwirken. Heute leben fast 10‘000 Einwohner auf der Breite – rund 30% aller Einwohner unserer Stadt. Ihr Engagement wäre ein Gewinn für alle: Sie selbst können Einfluss nehmen auf Themen, die ihnen wichtig sind, wie beispielsweise Wohnstrukturen in den Quartieren, Verdichtung, Grün- und Freiflächen, Gesundheit, Wohnen, Mobilität, Ökologie, gemeinnützigen Wohnraum und Wohnen im Alter. Und für unser Gemeinwesen ist es eine grosse Chance, ihre Erfahrungen und Ideen bei Planungen und Vorhaben einzubeziehen.

Arbeitsweise der Zukunftskonferenz und Ergebnis
Mitwirkung braucht verlässliche Rahmenbedingungen: Jede und jeder Einzelne kann jetzt mitmachen – ob jung oder alt, unabhängig von Herkunft und Lebensgeschichte. Ziel ist es, Betroffene zu Beteiligten zu machen und sie zur selbständigen und kreativen Lösungen an veränderungsbedürftigen Situationen zu bewegen. Die Teilnehmer/innen gehen daran, ihre Themen, Fragestellungen oder Probleme zu bearbeiten. Aus der Analyse des gegenwärtigen Zustandes werden Ideen für eine wünschenswerte Zukunft entwickelt und auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft.
Ausgangspunkt ist der Wunsch nach Demokratisierung von Entscheidungen. Ziel der Zukunftskonferenz ist es also, die Bevölkerung in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen, ihr Mut zu machen und zu zeigen, dass sie durchaus auch über grosse Ziele mitreden können. Die Erfahrungen und die Wünsche jedes einzelnen Menschen und die daraus erwachsenden Wünsche sind für die Gestaltung der Zukunft wichtig. So sollen Zukunftskonferenzen soziale Phantasie wecken und dadurch die gesellschaftlichen Beharrungskräfte aufweichen.

Spurgruppe Eine sogenannte Spurgruppe hat ihre Arbeit bereits aufgenommen. Sie hat die Aufgabe, die eintägige Zukunftskonferenz vom 17. Januar 2015 vorzubereiten und eine bunt gemischte  Teilnehmerschaft (Alter, Interessen, Geschlecht etc.) für die Konferenz anzuwerben.
Aus dem Breitequartier gehören zur Spurgruppe Gion Hendry, Thomas Neukomm, Rolf Bollinger und René Schmidt. Sie beantworten gerne Fragen und nehmen Anmeldungen zur Zukunftskonferenz entgegen. Geleitet wird die Konferenz vom Baureferenten Dr. Raphaël Rohner und Simone Fedrizzi, Stabchefin, zusammen mit dem Moderator Hans Hinnen.

Anmeldung
Wir freuen uns sehr auf einen spannenden, ergiebigen Tag und laden Sie herzlich ein, an der Zukunft unseres Quartiers und der Stadt Schaffhausen mitzuarbeiten. Interessierte melden sich unter  
info@qvbreite.ch oder Telefon 052 624 15 45 (René Schmidt) oder  052 624 32 28 (Rolf Bollinger). Sie erhalten bis Ende November eine Einladung mit Programm.