Post erwägt neuen Standort auf der Breite aber kein Rückkommen auf den bisherigen Service

Am 24.4.2014 informierte die Post die Einwohner des Breitequartiers, dass die Dienstleistungen der Poststelle Breite ab Juni 2014 drastisch eingeschränkt werden. Die Öffnungszeiten werden reduziert, am Samstag bleibt die Post geschlossen, die Postfächer werden aufgehoben und die Sendungsabholung wird auf die Hauptpost verlegt.

Gegen diese markante Einschränkung des Postservices protestierte der Vorstand des Quartiervereins in den Medien und direkt bei der Post CH AG. Auf Einladung der Post fand am 30.4.2014 eine Aussprache statt. Seitens der Post beteiligte Herr Marcel Stillhard, Leiter Verkaufsgebiet Winterthur-Schaffhausen, Frau Rahel Huber-Hauser, Leiterin Poststellengebiet Schaffhausen und Herr Daniel Bühl, Leiter Betrieb Poststellengebiet Schaffhausen. Die Interessen des Quartiers vertraten Cornelia Hurter und René Schmidt, die gemeinsam einen politischen Vorstoss im Grossen Stadtrat planen.
Die Postvertreter begründeten den Leistungsabbau mit rückläufigen Umsätzen in der Briefpost, beim Paketversand und beim Zahlungsverkehr am Schalter, also generell sinkender Kundenfrequenz. Ziel des Postbetriebs sei eine schwarze Null, was nicht möglich sei ohne Kostensenkungen. Zum wirtschaftlichen Erfolg der Breitepost gab es keine Auskunft.
Es wird mittelfristig über eine neue Betriebsform (eine sogenannte Privatkundenpost) für das Breitequartier reflektiert. Es werden dafür 40-50 Quadratmeter benötigt, Parkplätze und eine lebhafte Passantenlage. Dazu soll ein neuer Standort gesucht werden. Verschiedene Möglichkeiten wurden dabei diskutiert: Denner, Migros, Coop, neues Breiteschulhaus, KSS, Zeughaus und Metzgerei Krieger, die möglicherweise im Herbst den Laden aufgibt. Insgesamt war das Gespräch informativ aber ohne greifbares Ergebnis.
Als nächster Schritt ist eine Interpellation im Grossen Stadtrat geplant.