Volksmotion endete im Grossen Stadtrat im juristischen Sumpf – Fortsetzung als Postulat?

Die Volksmotion für den Erhalt der Fussball- und Trainingsplätze auf der Breite wurde am 20.5.2014 vom Grossen Stadtrat abgelehnt. Der Rat hat die Motion nicht überwiesen, weil er die Formulierung als zu weitgehend empfand. Stadtrat Urs Hunziker kündigte ein Freizeitanlagenkonzept mit reservierten Fussballplätzen an, störte sich aber am Umstand, dass der Erhalt sämtlicher Sportplätze auf der Breite gefordert wurde.
Sein Vorschlag, statt den vollständigen Erhalt zu verlangen, solle man die Motion so abändern, dass lediglich ein im Umfang nicht definierter Verbleib von Plätzen erfolgen solle, hätte möglicherweise dafür gesorgt, dass eine Mehrheit im Rat die Volksmotion unterstützt hätte. Der Text einer Volksmotion darf nicht geändert werden, meinten aber die Juristen unter den Grossstadträten. Das war der Knackpunkt. Der vollständige Erhalt aller Sportplätze war an diesem Abend nicht mehrheitsfähig und die Volksmotion wurde abgelehnt.
Der Volkswille zum Erhalt von Fussballplätzen für den Breitensport auf der Breite ist aber nicht vom Tisch. Der Druck bleibt bestehen. Die Zielsetzung der Volksmotion wird wohl im Rahmen eines Postulats im Grossen Stadtrat Gefallen finden. Sonst wäre eine Volksinitiative ein mögliches Instrument, um der Spielvereinigung und der FCS-Nachwuchsabteilung die Trainingsplatzzukunft zu sichern. Das letzte Wort hat bekanntlich der Stimmbürger.