Warum die Volksmotion für den Erhalt der Fussballplätze höchste Bedeutung hat

Volksmotion des Quartiervereins Breite wurde lanciert 

Am 29.8.2013 wurden die Unterschriftenbogen für die Volksmotion des Quartiervereins Breite für den Erhalt der Fussball- und Trainingsplätze auf der Breite an alle Haushalte im Stadtgebiet verteilt. Mit ihren Unterschriften können die Stadtbewohner ein starkes Signal geben zum sorgfältigen Umgang mit Freiräumen auf dem Stadtgebiet.

Fussballplätze Breite Schaffhausen
Fussballplätze Breite Schaffhausen

 Im Zeichen prosperierender Wohnpolitik, mit welcher die Stadt erfolgreich der Stagnation der letzten Jahre in Sachen Bevölkerungswachstum zu entrinnen sucht, müssen neben den Wohnraumverdichtungen auch Freiräume und Sportanlagen offen bleiben. Mit Stichtag vom 1.1.2013 waren auf Stadtgebiet 307 neue Wohnungen im Bau. Die Standortattraktivität kann angesichts der starken Wohnungsproduktion nur erhalten bleiben, wenn alle Rahmenbedingungen stimmen. Gute Schulen, Sport- und Freizeitmöglichkeiten sind insbesondere für Familien von entscheidender Bedeutung. Als Beitrag zur hohen Lebensqualität wird der Stadtrat eingeladen, die Fussball- und Trainingsplätze auf der Breite für den Jugend- und Breitensport zu erhalten und polysportiv aufzuwerten.
 So heisst der nach einer breit und intensiv geführten Diskussion abgeänderte Text der Volksmotion. Konkret geht es darum, dass die drei Trainingsplätze beim FCS-Stadion langfristig erhalten bleiben und nicht überbaut werden dürfen.

Eine weitere Forderung, das Breitestadion zu sanieren und zu erneuern, wurde an der a.o. Generalversammlung des Quartiervereins Breite sistiert. Sowohl die Stadträte Urs Hunziker und Dr. Raphaël Rohner als auch FCS-Präsident Aniello Fontana wiesen auf den erbärmlichen Zustand des Stadions hin. Aniello Fontana erklärte sogar, man könne es nur abreissen, eine Sanierung sei eine Illusion. Es bleibe nur ein Neubau, der allen Infrastrukturerfordernissen genügen müsse. Zudem sei letztlich auch ein Superleague taugliches Stadion zwingend notwendig. Mit diesen Meinungen konfrontiert kam die Versammlung zum Schluss, die Forderung nach einer Sanierung des Stadions zu sistieren und sich auf das Hauptanliegen zu konzentrieren.
Vorerst gilt es die Bedrohung der bestehenden Trainings- und Spielfelder durch Überbauungen abzuwenden. Gemäss der ursprünglichen Absicht der Wohnraumentwicklung sollte das Areal der Fussballanlagen dem Wohnungsbau Platz machen.
Bei zunehmender und verdichteter Bauweise dürfen jedoch genügend Bewegungsflächen für Jugend, Sport und Freizeit keinesfalls vergessen werden. Selbst wenn das Super-League-Stadion im Herblingertal doch noch gebaut würde, werden die angrenzenden Spielflächen für den Juniorenfussball und weitere Breitensportarten auf der Breite benötigt. Beide Schaffhauser Fußballklubs erfreuen sich grosser Beliebtheit bei den Junioren. So stehen bei der Spielvereinigung rund 30 Kinder wegen Platzproblemen auf der Warteliste bis ein Platz bei den 220 Junioren frei wird. Der FCS betreut mit 320 Junioren ebenfalls eine sehr grosse Nachwuchsabteilung.
Der Standort auf der vorderen Breite ist verkehrstechnisch mit drei Buslinien gut erschlossen. Das Areal steht nicht nur für den Breitensport zur Verfügung, sondern es bleiben auch verschiedene, auf die lokalen Bedürfnisse ausgerichtete Nutzungen wie Jugendfest, Zirkus usw. in Zentrumsnähe möglich. Jung und Alt aus der ganzen Stadt können von einem mehrfunktionalen Nutzungskonzept profitieren.
Unabhängig davon, wo das neue Fussballstadion einst stehen wird, sind die Spiel- und Trainingsfelder für den Junioren- und Breitensport auf der Breite zwingend notwendig.
Der Quartierverein Breite und viele Stadtbewohner wollen der Jugend und den sportlichen Erwachsenen die Spielplätze in angemessenem Umfang erhalten. Wir danken für die breite  Unterstützung der Volksmotion.

 

Vorstand Quartierverein Breite