Wie geht es weiter mit der Volksmotion?

Gemeinsam mit vielen jungen Sportlern und Mitgliedern des Quartiervereins Breite übergab der Vorstand am 4.12.2013 die über 3000 Unterschriften der Volksmotion für den Erhalt der Breite-Trainingsplätze an Stadtpräsident Thomas Feurer. Die Einwohnerkontrolle bestätigte, dass 2847 davon gültig sind. Das Anliegen, die Sportflächen auf der Breite zu erhalten und für andere Sportarten aufzuwerten, ist über das Quartier hinaus auf einen überwältigenden Zuspruch gestossen. Nun steht die Volksmotion zur Behandlung im Grossen Stadtrat auf der Traktandenliste. Die dominierende Stimmungslage in der Bevölkerung ist eindeutig. Es ist deshalb zu hoffen, dass in allen Parteien das Anliegen der Bevölkerung Gehör findet und die Volksmotion an einer der nächsten Sitzungen erheblich erklärt wird.

Auch der Stadtrat ist bezogen auf das Thema sensibilisiert. Im Rahmen des Projekts Zukunft Stadtleben finden differenziertere Betrachtungen statt. Die hohe Zustimmung zur Volksmotion hat wohl auch ein kreatives Nachdenken ausgelöst. Das Tempo der Wohnbauentwicklung auf öffentlichem Grund wird von der Bevölkerung wesentlich mitbestimmt und weniger von Masterplänen diktiert. Die notwendige Verdichtung in unserer Stadt wird ohne Berücksichtigung der Volksmeinung kaum in befriedigender Art und Weise geschehen können: Verdichtung hat einen direkten Bezug zu Frei- und Grünräumen. Die laufende Verdichtung durch die extreme private Bautätigkeit im ganzen Stadtgebiet muss im öffentlichen Bereich durch Frei- und Grünräume kompensiert werden.
Stadtrat Dr. Raphaël Rohner stellte am 17. Dezember 2013 in einer Grossratssitzung eine vorausschauende Freiraumplanung in Aussicht, die sowohl die Qualitäten als auch das notwendige Mass an Aussenräumen sichert. Dazu gehört eine angemessene Bereitstellung von Plätzen für den Breitensport. Die Vorstellung der städtischen Freiraumplanung wird wohl anregende und hoffentlich zielführende Diskussionen über dieses wichtige Thema auslösen.